Matthias Egersdörfer „Ein Ding der Unmöglichkeit“

Deutscher Kleinkunstpreis 2010 & 2015

Eine Wucht! Der Mann. Sein Programm.

Morgens braucht er seinen Kaffee. – Verdammt! „Vom Ding her“ kein schlechter Anfang. Aber halt! Ist das überhaupt der richtige Beruf? Kabarettist? Eigentlich wollte er lieber Sportlehrer sein, in einem Frauengefängnis. Die Selbstzweifel ermüden. Doch er kann nicht einschlafen. Hilft nichts: Beim Schafezählen vertut er sich, exakt bei 159 – wieder auf Anfang. Matthias findet einfach keinen Einstieg ins neue Solo. Der thematische Kabarett-Rundumschlag kommt in Fahrt, furios und famos.

Von Eltern, seiner betrunkenen Mutter, von Morden und Selbstmorden, Kindern, Erziehung, von Eisbein mit Sauerkraut und „Sauren Zipfeln“ – das Rezept hat Mutti mit ins Grab genommen, von Würsten und Gottesbeweisen, Scheiße und Comedians, von seinen Bemühungen, pünktlich in die Oper zu kommen, seinen Tipps an Islamisten, vor ihren Attentaten den LKW gründlich auszusaugen, von Therapeuten, der grassierenden Blödheit… und nicht zuletzt der Kritik am eigenen Genre. Ein Szenario, in dem Fiktion und Realität grandios verschwimmen.

Und das ist Matthias Egersdörfer: Unendlich verschlungene Assoziations-Ketten, deren Puzzleteilchen letztlich immer ineinanderpassen. Der steigert sich rein, blafft, schnieft, schnauft, kann auch anders, besonnen, leise, poetisch, literarisch, philosophisch. Ein wilder Berserker, ein sanfter Denker erzählt von Abgründen, wo Alltäglichkeiten lauern.

Kein Ding der Unmöglichkeit, sondern einfach ’ne Wucht!

Ein Ding der Unmöglichkeit

  • Samstag, 16. Mai 2020 um 20 Uhr
  • Matthias Egesdörfer
  • Verfügbar
2400
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