Schwester Cordula liebt Groschenromane: Elisabeth – Mutterherz aus Eis

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Groschenheftsatire – Heile Welt fürs kranke Gemüt
Schockierend.  Leidenschaftlich.  Virtuos.  Das wahre Leben.

Schauspielerin Saskia Kästners Alter Ego “Schwester Cordula” knöpft sich in diesem neuesten Streich die Kitschromane vor, in denen Mutti im Vordergrund steht.

Exemplarisch führt sie den Zuschauern die eiskalte Managerin Elisabeth vor, die unter den fatalen Folgen eines One-Night-Stands namens Anke (7) leiden muss. Als das undankbare, vorlaute, gefühlsduselige Kind auch noch kurz vor einer wichtigen Geschäftsreise nach China mit ihrer Schulklasse in die Hände eines Geiselnehmers gerät, schaltet die Rabenmutter in ihrer Not den Erzeuger des Kindes ein, der von alledem nichts gewusst hat.

Wer spröde Lesungen kennt und sich dann einen blumigeren Vortrag wünschte, der gerät hier in eine geradezu überbordende Fleurop-Welt, die allen Dünger des Universums erhalten hat: Saskia Kästner gurrt, schnurrt, kiekst, singt, weint und tanzt den Text, schlüpft blitzschnell wechselnd in die verschiedenen Figuren und macht die Texte mit ganzem Körper und vollstem Ausdruck quicklebendig, sodass die Zuschauer vor Lachen kaum zum Atmen kommen.

Und weil es so schön ist, hat sie den Akkordeonisten Dirk Rave als ruhigen Gegenpol dabei, der – wenn er sie nicht gerade inhaltlich passend musikalisch begleitet – gerne mal den Erziehungsratgeber des Fachmanns Boris Becker zückt und das Publikum mit Understatement zum Kochen bringt.

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Schwester Cordula: Elisabeth – Mutterherz aus Eis

  • Samstag, 28. Oktober 2017 um 20 Uhr
  • Schwester Cordula
  • Tickets verfügbar
2200
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